Die Suchaktion, die die Behörden am Dienstag und Mittwoch (05.08.2026) durchgeführt hatten, um einige der Migranten zu finden, die an Bord von zwei Booten südlich von Mallorca verschwunden waren, wird beendet. Quellen der Seenotrettung teilten Europa Press mit, dass gegen 19:45 Uhr, kurz vor Beendigung des Einsatzes, noch keine Leichen gefunden worden seien.
Die Suche konzentrierte sich auf ein Gebiet von etwa vier Quadratmeilen südlich von Cabrera. Das Gebiet wurde von den Schiffen der Seenotrettung gründlich „abgegrenzt“ und „durchkämmt“, blieb jedoch bislang erfolglos. Die Suchaktion wird so lange fortgesetzt, wie es das Tageslicht am Mittwoch zulässt, am Donnerstag wird sie jedoch nicht fortgesetzt. Die Warnungen an Schiffe, die das Gebiet befahren, bleiben jedoch bestehen, für den Fall, dass sie etwas entdecken könnten.
An der Suche am Mittwoch waren drei Schiffe der Seenotrettung beteiligt. Die Hubschrauber der Seenotrettung und der Guardia Civil waren nicht im Einsatz, da sie sich laut denselben Quellen „in Wartung“ befinden.
Im Laufe des Mittwochs wurden zwei Tragödien bekannt, die sich in den Gewässern vor Mallorca ereignet hatten. Die erste ereignete sich um 03:00 Uhr, als zwei Personen maghrebinischer Herkunft 12 Meilen südwestlich der Insel gerettet wurden; beide wiesen Anzeichen von Unterernährung und Dehydrierung auf. Ihren Aussagen zufolge trieben sie seit mindestens 15 Tagen auf dem Meer. Ihre 17 Mitreisenden seien ums Leben gekommen und beim Sterben ins Meer geworfen worden, erklärten sie den Rettungskräften.
Stunden später wurde der Schiffbruch eines weiteren Flüchtlingsbootes bekannt, diesmal südöstlich von Cabrera, aus dem 19 Menschen lebend gerettet wurden. Zudem wurden zwei Leichen geborgen, und es wird vermutet, dass etwa ein Dutzend Menschen vermisst werden. Das Boot, das am Montagmorgen gesunken war, aber erst am Dienstagmittag entdeckt wurde, könnte von der Küste Algeriens mit etwa dreißig Menschen an Bord ausgelaufen sein.
Quelle: Agenturen





