Die Umsetzung des Wasserbus-Projekts in Palma de Mallorca steht derzeit auf der Kippe. Die Hafenbehörde der Balearen (APB) und der deutsche Reiseveranstalter TUI verhandeln noch, ob TUI den Vertrag zur Realisierung der Passagierlinien unterzeichnen wird. Dabei ist TUI als Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Hauptauftragnehmer für eine 15-jährige Konzession vorgesehen, die den Betrieb von drei Wasserbuslinien vorsieht.
Die Verhandlungen gestalten sich jedoch schwierig. Die Provinzvereinigung der Unternehmen für maritime Aktivitäten der Balearen (APEAM) hat Einsprüche gegen die Vergabe eingereicht. Zudem üben Umweltverbände Druck aus, was die Gespräche zusätzlich belastet. Es wird spekuliert, dass TUI möglicherweise auf das Projekt verzichten könnte, sollten nicht bestimmte vertragliche Bedingungen erfüllt werden.
Im Ausschreibungsverfahren lagen zwei Angebote vor: eines von TUI mit einem lokalen Partner und ein weiteres von einer Arbeitsgemeinschaft, die Verbindungen zum Vizepräsidenten der APB und Arbeitgeberverband hat, der auch die Einsprüche vorangetrieben hat. Das Angebot von TUI erhielt im März den Zuschlag, und im Juni begann das öffentliche Informationsverfahren.
Die Einwände von APEAM richten sich hauptsächlich gegen die technische und wirtschaftliche Solvenz des lokalen Partners von TUI sowie gegen die Einhaltung der technischen Ausschreibungsbedingungen. Kritisiert wird unter anderem, dass das Projekt mit vier Schiffen die vorgegebenen Fahrplanfrequenzen nicht einhalten könne und größere Schiffe als erlaubt eingesetzt würden, die an bestimmten Anlegestellen nicht passen sollen. Zudem steht die Forderung im Raum, die Konzession auf fünf statt fünfzehn Jahre zu begrenzen, da das Projekt eine CO₂-Emissionsbedingung nicht erfülle.
Die Hafenbehörde betont, dass der Prozess normal verläuft und die Gespräche mit TUI weitergeführt werden, um die offenen Fragen zu klären. Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird entscheidend sein für die Zukunft des Wasserbus-Projekts, das eine moderne und nachhaltige Verbindung in Palma etablieren soll.
Quelle: Agenturen





