Waldbrand bei Tamarite in Huesca zerstört tausende Hektar

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Ein verheerender Waldbrand brach am Donnerstag (25.06.2026) zwischen Tamarite de Litera und Alcampell in der Provinz Huesca, Aragón, aus und zerstörte mehr als 2.000 Hektar Land. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers mussten 240 Bewohner aus den Dörfern Azanuy, Calasanz und Alins evakuiert werden. Die Rauchwolke war so groß, dass sie sich bei starkem Wind über eine Entfernung von mehr als 90 Kilometern ausbreitete.

Der Brand begann am Vormittag gegen 11:30 Uhr und entwickelte sich rasch von einem zunächst beherrschbaren Feuer zu einer schwer kontrollierbaren Lage. Die extremen Temperaturen, der kräftige Wind und die knochentrockene Vegetation trugen maßgeblich zur schnellen Ausbreitung bei. Die Regionalregierung von Aragón erhöhte am Nachmittag den Notfallstatus auf Stufe 2 und leitete umfassende Evakuierungsmaßnahmen ein.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Brand durch einen Funken von Landmaschinen ausgelöst wurde, was unter den gegebenen extremen Bedingungen zu katastrophalen Folgen führte. Roberto Bermúdez de Castro, regionaler Innenminister, schätzte die betroffene Fläche auf bis zu 4.000 Hektar, wobei ein beträchtlicher Teil davon aus Waldgebieten besteht, die als Brennmaterial dienten.

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Die Evakuierten wurden in nahegelegene Gemeinden gebracht, und die Behörden ordneten für benachbarte Orte an, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um die Bevölkerung vor der Rauchbelastung zu schützen. Die Straße A-2216 wurde gesperrt, um Löscharbeiten zu erleichtern und den Verkehr aus der Gefahrenzone fernzuhalten.

Spanien setzte umfangreiche Löschmittel ein, darunter Flugzeuge und Hubschrauber verschiedener staatlicher und regionaler Einheiten sowie die militärische Notfalleinheit UME mit ihrem großen Fuhrpark. Regionalpräsident Jorge Azcón zeigte sich hoffnungsvoll, dass kühlere Temperaturen und nachlassender Wind in der Nacht zur Eindämmung des Feuers beitragen könnten.

Diese Katastrophe reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: 2026 zählt bereits jetzt zu den schlimmsten Jahren für Waldbrände in Spanien, mit fast 38.000 verbrannten Hektar allein im laufenden Monat. Die Erinnerungen an das verheerende Jahr 2025 mit fast 355.000 Hektar verbrannter Fläche mahnen eindringlich zur Wachsamkeit und verstärktem Schutz der Natur.

Quelle: Agenturen