Wenn EMT-Busfahrer kein Katalanisch sprechen

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Die politische Gruppierung Més per Palma auf Mallorca hat scharfe Kritik an der Entscheidung der Stadtverwaltung der Partido Popular (PP) geübt, bei der städtischen Verkehrsgesellschaft EMT neue Stellen auszuschreiben, ohne Kenntnisse der katalanischen Sprache als Einstellungsvoraussetzung zu verlangen. Diese Maßnahme wird als bewusster Schritt gesehen, das Katalanische in der öffentlichen Verwaltung zurückzudrängen.

Més per Palma bedauert, dass dies kein Einzelfall ist, sondern sich in weiteren kommunalen Unternehmen wie der Bestattungsgesellschaft, SMAP und EMAYA widerspiegelt. Dort wurde ebenfalls auf die Voraussetzung von Katalanischkenntnissen verzichtet oder diese nur noch als Pluspunkt und nicht mehr als Pflichtanforderung berücksichtigt. Dies führe zu einer Diskriminierung der Bürgerinnen und Bürger, deren Muttersprache oder Amtssprache Katalanisch ist, und konterkariere die sprachlichen Rechte der Bevölkerung von Palma.

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Der Stadtrat Miquel Àngel Contreras betont, dass die öffentliche Verwaltung die sprachliche Realität Palmas widerspiegeln und die Rechte aller Bürger gewährleisten müsse. Die aktuelle Politik der PP werde als Versuch gewertet, die kulturelle und sprachliche Normalität zu untergraben, indem Katalanisch in den kommunalen Unternehmen zur Nebensache gemacht werde. Besonders problematisch sei, dass bei manchen Stellenausschreibungen sogar Englischkenntnisse verlangt werden, obwohl Englisch weder Amtssprache noch die eigene Sprache der Bevölkerung sei.

Vor diesem Hintergrund fordert Més per Palma eine sofortige Wiedereinführung der Katalanisch-Anforderung bei allen öffentlichen Ausschreibungen, um die sprachlichen Rechte zu schützen und die demokratische Teilhabe aller Bürger zu gewährleisten. Die Abschaffung dieser Voraussetzung wird als Rückschritt und Angriff auf das Recht verstanden, in der eigenen Amtssprache bedient zu werden.

Quelle: Agenturen