Aena vergibt Millionen-Auftrag an Orange

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Aena hat den Auftrag zum Aufbau eines neuen 5G-Netzes im Rahmen eines Eigenleistungsmodells in Höhe von 3,8 Millionen Euro (ohne Steuern) an Orange Espagne vergeben, wie aus dem staatlichen Ausschreibungsportal hervorgeht und von Europa Press berichtet wird.

Gegenstand der Ausschreibung ist der Aufbau eines privaten 5G-Netzes auf dem Gelände der Flughäfen Adolfo Suárez Madrid-Barajas, Josep Tarradellas Barcelona-El Prat und Palma de Mallorca, um der Flughafenbetreibergesellschaft eine eigene Mobilfunkinfrastruktur für betriebliche Anwendungen und spezifische Einsatzfälle zur Verfügung zu stellen.

Orange muss die Netzplanung sowie alle Arbeiten zur Installation und Inbetriebnahme der Geräte im Rahmen eines „schlüsselfertigen“ Modells durchführen, wobei die Ausrüstung bereits installiert und an den Flughäfen konfiguriert übergeben wird und anschließend auf ihre ordnungsgemäße Funktion überprüft wird.

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Das Netzwerk wird zu 100 % privat sein und ausschließlich auf dem Gelände von Aena eingerichtet, sodass sowohl der Kern („Core“) als auch das Funkzugangsnetz (RAN) vor Ort untergebracht sind und betrieben werden können, ohne auf öffentliche oder gemeinsam genutzte Infrastrukturen angewiesen zu sein.

Gemäß der Ausschreibung muss die Lösung eine umfassende Abdeckung auf der Luftseite gewährleisten, mit äußerst zuverlässiger Konnektivität, hoher Verfügbarkeit und geringer Latenz sowie der Kapazität, bis zu 100.000 Geräte und etwa 250 Zugangsknoten zu unterstützen – entsprechend den Anforderungen für kritische Betriebsabläufe und IoT-Ökosysteme (Internet der Dinge) im Flughafenumfeld.

Der Aufbau zielt darauf ab, fortschrittliche Dienste auf dem Rollfeld zu ermöglichen, wie beispielsweise die Echtzeitüberwachung des Betriebs, die vorausschauende Wartung von Infrastruktur und Ausrüstung oder den Betrieb vernetzter Fahrzeuge und Systeme, gestützt auf die Übertragung von Daten und hochauflösenden Videos mit geringen Latenzzeiten.

Aena hat betont, dass der Aufbau dieses privaten 5G-Netzes es ermöglichen wird, „die betriebliche Effizienz der Flughäfen zu verbessern“, und zwar durch Prozessautomatisierung, fortschrittliche Datenanalyse und die umfassende Vernetzung kritischer Geräte auf der Luftseite, wie Sensoren, Fahrzeuge und Überwachungssysteme.

Das Unternehmen ordnet dieses Projekt in seine Strategie zur Einführung privater 5G-Netze an Flughäfen ein, nachdem im Jahr 2023 in San Sebastián ein Pilotprojekt durchgeführt wurde, bei dem das erste auf 5G-Technologie basierende private Netz an einem spanischen Flughafen für Anwendungsfälle mit Drohnen und fortschrittlicher Überwachung in Betrieb genommen wurde.

Zudem steht die Initiative im Einklang mit europäischen Initiativen wie „CEF Digital 2024 – 5G large scale pilots“ und dem Projekt „ASTRO-Airports meet 5G: Scalable Technology to connect Regions and Operations“, die den Aufbau von 5G-Netzen in Madrid, Barcelona und Palma vorsehen, um der Flughafenbranche innovative Dienste anzubieten.

Die technischen Ausschreibungsunterlagen legen strenge Sicherheitsanforderungen fest, da dieses Netz als System der mittleren Sicherheitsstufe im Rahmen des Nationalen Sicherheitsschemas eingestuft wird, und schreiben Mechanismen zur Integrität, Authentifizierung und Verschlüsselung auf allen Ebenen vor, zusätzlich zur Einhaltung der im Königlichen Erlass 443/2024 festgelegten 5G-Cybersicherheitsverpflichtungen.

Die Lösung muss zudem eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes „24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr“ durch redundante Architekturen gewährleisten, die die Kontinuität kritischer Betriebsabläufe sicherstellen.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 60 Monaten, während derer Orange für die Planung, den Aufbau und die Inbetriebnahme des Netzes sowie für den für den anfänglichen Betrieb erforderlichen fachlichen Support verantwortlich ist.
Dieser Zeitraum umfasst sowohl die Installations- und Testphase als auch die Stabilisierungsphase und die Übergabe der Infrastruktur an den Kommunikationswartungsdienst von Aena.

Quelle: Agenturen