Der Geschäftsführer von OpenAI, Sam Altman, machte heute früh (14.09.2026) erneut darauf aufmerksam, dass man angesichts der Künstlichen Intelligenz (KI) die Kontrolle über die Zukunft verlieren könnte, und betonte die Notwendigkeit, bei deren Entwicklung sichere Modelle zu schaffen, wie er auf seinem X-Account veröffentlichte.
Neben der Notwendigkeit einer stärkeren Kontrolle warnte Altman vor der Entstehung „einer Welt mit zu großer Machtkonzentration“, da „wenn eine außerordentlich mächtige KI von einer Person oder einem Unternehmen genutzt wird, um allen anderen ihre Weltanschauung aufzuzwingen, die Folgen extrem dystopisch sein könnten“.
„Es gibt zwei Möglichkeiten (den Kontrollverlust und die Machtkonzentration), wie der Fortschritt der KI schiefgehen könnte und die wir vermeiden müssen“, betonte er.
Der OpenAI-Manager vertrat die Ansicht, dass man zur Vermeidung dieser beiden Gefahren „einen schmalen Mittelweg beschreiten“ müsse, der verhindert, dass entweder ein Land oder ein Forschungslabor zu viel Macht erhält.
Im weiteren Verlauf seiner Überlegungen rief Altman dazu auf, den US-amerikanischen KI-Entwicklungsunternehmen Vertrauen zu schenken, da diese seiner Meinung nach „zunehmend verantwortungsbewusst handeln werden, insbesondere jetzt, da sich der Fortschritt beschleunigt hat“.
In diesem Zusammenhang plädierte er für einen bundesweiten Rechtsrahmen in den USA, der „einheitliche Sicherheitsanforderungen für ‚Frontier AI‘ (frontier AI) festlegt“ – eine Reihe von KI-Systemen, die an der Obergrenze der aktuellen Technologie angesiedelt sind.
Diese Anforderungen könnten eine präventive Bewertung neuer Modelle bereits während ihrer Entwicklung beinhalten, nicht erst, wenn sie kurz vor der Markteinführung stehen.
Der Geschäftsführer forderte die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, um neue Ansätze zu entwickeln und Sicherheitsstandards auszutauschen, ohne dabei das Tempo des Fortschritts in der KI zu bremsen. Er ist jedoch der Ansicht, dass „kein noch so großer Wettbewerbsdruck aus den USA Leichtsinn rechtfertigen sollte“. Schließlich bat Altman um die Unterstützung der US-Regierung bei der Herstellung einer internationalen Koordination bei der Entwicklung der KI.
Die Forderungen der KI-Branche nach einer Regulierung der künstlichen Intelligenz und einer Verlangsamung ihrer Entwicklung sorgten letzte Woche für Überraschung, als Altman selbst seinen Mitarbeitern seine Pläne mitteilte, das Tempo der Produktentwicklung zu drosseln.
In diesem Sinne äußerten sich am Wochenende auch der Magnat Elon Musk und der Geschäftsführer von Anthropic, Dario Amodei, während US-Präsident Donald Trump eine Unterbrechung der KI-Entwicklung durch US-Unternehmen ablehnte, da dies China einen Vorteil verschaffen könnte.
Quelle: Agenturen




