Die Regionalregierung plant, den marinen Bereich des Naturschutzgebiets Serra de Tramuntana auszuweiten, um das Meeresökosystem umfassender zu schützen. Der Verband der Wassersportvereine und -aktivitäten, FANMED, hat diesen Antrag kürzlich eingereicht. Schon seit einem Jahr arbeitet die Generaldirektion für Natur und Umwelt an einem Vorschlag zur Erweiterung des Meeresgebiets innerhalb des Naturschutzgebiets.
Geplant ist, ein anschließendes Meeresgebiet in den neuen Plan zur Bewirtschaftung der Naturressourcen aufzunehmen, der momentan überarbeitet wird. Diese Maßnahme soll eine Neudefinition der Schutzgebietsgrenzen ermöglichen. Obwohl ein Großteil des zu schützenden Meeresgebiets in den Zuständigkeitsbereich der Zentralregierung fällt, argumentiert die Regionalregierung, dass die Meeresumwelt integraler Bestandteil des bestehenden Ökosystems ist.
“Medi Natural” betont, dass der Vorschlag nicht nur auf eine räumliche Erweiterung abzielt, sondern ein vollständiges Ökosystem schützen möchte, das terrestrische, Küsten- und Meeresumwelten umfasst. Das bestehende Schutzgebiet Serra de Tramuntana umfasst derzeit 62.403 Hektar Land- und 1.123 Hektar Meeresfläche, wobei die schützenswerten Naturwerte der Küstenlinie bisher unvollständig berücksichtigt wurden.
Die Regierung hebt hervor, dass die ökologische Kontinuität zwischen Land- und Meeresgebieten effektive Schutzmaßnahmen erfordert. Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt hat jedoch noch keine Details zur genauen Kartierung oder Ausdehnung bekannt gegeben.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Port de Sóller, einem Bereich mit hohem landschaftlichen und ökologischen Wert, der verstärkten Schutz bedarf. Die Regionalregierung plant, die neue Abgrenzung in den Raumordnungsplan (PORN) aufzunehmen, dessen Entwurf bereits vorliegt. Dies würde eine Anpassung der Schutzzonen und Regelungen ermöglichen, ohne ein weiteres Verwaltungsverfahren zu starten.
Der neue Plan würde wissenschaftlich fundierte Schutzgebiete definieren und sicherstellen, dass Bereiche mit hohem ökologischem Wert geschützt werden können. Als Modell dient die erfolgreiche Strategie des Nationalparks Cabrera, die differenzierte Schutzstufen je nach Empfindlichkeit des Lebensraums vorsieht und gleichzeitig mit den Zielen des Naturschutzes vereinbare Nutzungen ermöglicht.
Quelle: Agenturen





