In Spanien gewinnt der Gebrauch von Regenschirmen als mobiler Sonnenschutz zunehmend an Popularität. Während dieser Trend ursprünglich vor allem bei asiatischen Touristen verbreitet war, sieht man ihn nun immer häufiger auch bei der einheimischen Bevölkerung, die sich vor der intensiven Sommerhitze schützen möchte.
Der Hauptgrund für diesen Trend ist simpel: Ein Regenschirm spendet Schatten, der sich mit der Person bewegt und somit einen flexiblen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bietet. Besonders in Städten mit hohen Temperaturen und starker Sonnenexposition stellt dies eine praktische Lösung dar. Beispielsweise berichtet eine Madriderin, dass sie ihren Regenschirm als Sonnenschirm nutzt, da er sie unterwegs vor der grellen Sonne abschirmt.
Im spanischen Sprachgebrauch wird zwischen „paraguas“ (Regenschirm gegen Regen) und „parasol“ (Sonnenschirm) unterschieden. Doch in der Praxis greifen viele zu einem Regenschirm, der auch gegen Regen schützt, da er oft handlicher und vielseitiger einsetzbar ist. Bereits seit 2025 ist diese Gewohnheit in Spanien verbreitet und gewinnt stetig an Bedeutung.
Dermatologen begrüßen den Einsatz von Regenschirmen als ergänzendes Hilfsmittel, warnen jedoch davor, sie als alleinigen Schutz zu sehen. Denn trotz des Schattenwurfs erreichen reflektierte Sonnenstrahlen weiterhin die Haut. Deshalb empfehlen Experten weiterhin die Nutzung von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrillen und Hüten. Wichtig ist außerdem, dass Regenschirme rechtlich nicht als persönliche Schutzausrüstung gegen UV-Strahlung anerkannt sind.
Ob sich dieser Trend während der zunehmenden Hitzewellen auch Deutschland durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der steigenden Temperaturen und des wachsenden Bewusstseins für Hautschutz ist es jedoch gut vorstellbar, dass der Regenschirm als Sonnenschutz auch dort an Bedeutung gewinnt.
Quelle: Agenturen





