Einstellung von mehr als 1.000 Pflegekräften für die Sommervertretungen auf Mallorca

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Das Gesundheitsministerium der Balearen plant, für die Sommermonate Juni bis September insgesamt 720 Pflegekräfte und 584 Pflegehelfer (TCAI) einzustellen, um Urlaubsvertretungen zu gewährleisten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Mallorca, wo 1.021 Fachkräfte eingesetzt werden sollen, davon 91 in der Primärversorgung (70 Pflegekräfte und 21 TCAI) und 930 in Krankenhäusern (464 Pflegekräfte und 466 TCAI).

Menorca wird mit 86 zusätzlichen Fachkräften verstärkt, wobei 71 in der Primärversorgung (39 Pflegekräfte und 32 TCAI) und 15 in Krankenhäusern (12 Pflegekräfte und 3 TCAI) arbeiten werden. Ibiza und Formentera erhalten 175 zusätzliche medizinische Fachkräfte, von denen 51 in der Primärversorgung (44 Pflegekräfte und 7 Pflegehelfer) und 124 in Krankenhäusern (69 Pflegekräfte und 55 Pflegehelfer) tätig sein werden.

Zusätzlich werden 22 Pflegekräfte im Rahmen dieses Auswahlverfahrens für den SAMU061 auf den gesamten Balearen eingestellt.

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Laut dem Gesundheitsministerium soll durch diese Maßnahme die Kontinuität der Patientenversorgung sichergestellt und gleichzeitig den bestehenden Fachkräften die Möglichkeit zur Erholung gegeben werden. Bedenken hinsichtlich möglicher unbesetzter Stellen aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten auf den Inseln begegnet das IB-Salut mit dem Hinweis, dass die Balearen die viertbestbezahlte Region für Pflegekräfte in Spanien seien und über zahlreiche Ausbildungsplätze sowie eine eigene Fakultät für Gesundheitsberufe verfügten.

Allerdings räumt das Ministerium eine hohe Fluktuation ein. Die Pflegegewerkschaft Satse kritisiert hingegen eine Abwanderung von Pflegekräften von den Balearen. Zwischen dem 1. Januar und dem 15. Mai 2024 hätten bereits 80 Fachkräfte die Inseln verlassen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass sich dieser Trend verstärken und zu Personalmangel und Überlastung im Pflegebereich während des Sommers führen könnte.

Als Hauptursachen für die Abwanderung nennt Satse die Schwierigkeiten beim Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, die hohen Lebenshaltungskosten und unattraktive Arbeitsbedingungen. Der Generalsekretär von SATSE Illes Balears, Jorge Tera, betont, dass die Balearen in einem nicht tragbaren Tempo Pflegekräfte verlieren, da immer mehr Fachkräfte ihre Karriere außerhalb der Inseln fortsetzen, wo sie bessere Chancen und eine höhere Lebensqualität vorfinden würden.

Quelle: Agenturen