Erhöhung der Ökosteuer auf den Balearen

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Die Balearen setzen ab Sommer 2026 eine höhere Ökosteuer für Touristen durch, die insbesondere Gäste luxuriöser Hotels betrifft. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten und die Lebensqualität der Einheimischen zu schützen. Wer in den Sommermonaten auf Mallorca, Ibiza, Menorca oder Formentera Urlaub macht, muss mit höheren Kosten auf der Hotelrechnung rechnen.

Seit 2016 erhebt die balearische Regierung die sogenannte Impuesto de Turismo Sostenible (ITS), eine Ökosteuer, die in den vergangen Jahren schon über 120 Millionen Euro für Naturschutz, nachhaltige Infrastruktur und den Erhalt des kulturellen Erbes eingebracht hat. Für Juni, Juli und August 2026 wurde nun ein Sommerzuschlag eingeführt, der die Kurtaxe für Fünf-Sterne-Hotels von 4 auf 6 Euro pro Person und Nacht anhebt. In besonders exklusiven Hotels kann der Satz bis zu 8 Euro betragen. Vier-Sterne-Hotels bleiben bei 4 Euro, während Ferienwohnungen und Standardunterkünfte 2 Euro zahlen. Campingplätze, Hostels und Herbergen steigen von 1 auf 2,50 Euro pro Person und Nacht.

Für ein Paar, das eine Woche in einem Fünf-Sterne-Hotel verbringt, ergibt sich so ein Aufpreis von 28 Euro, insgesamt bis zu 84 Euro, in manchen Fällen sogar über 110 Euro.

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Die Balearen, insbesondere Mallorca, sind stark vom Massentourismus betroffen, mit überfüllten Stränden, Verkehrsproblemen und Druck auf den Wohnungsmarkt. Die Erhöhung der Ökosteuer soll dazu beitragen, den Tourismus besser übers Jahr zu verteilen und die Sommermonate zu entlasten. Die Einnahmen fließen in nachhaltige Projekte, die den Naturschutz, Wassermanagement und den Erhalt des kulturellen Erbes fördern. Ziel ist ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Tourismus und Lebensqualität für die Bewohner.

Mit den neuen Tarifen gehören die Balearen zu den europäischen Zielen mit der höchsten Tourismussteuer, vergleichbar mit Städten wie Amsterdam oder Venedig. Trotz der höheren Kosten wird kein starker Rückgang der Besucherzahlen erwartet, da die Beliebtheit der Inseln ungebrochen ist. Künftige Anpassungen der Steuer sind möglich, um auf die Entwicklung der Touristenströme flexibel reagieren zu können und den nachhaltigen Tourismus weiter zu fördern.

Quelle: Agenturen