Frankreich schwitzt weiter – Dritte Hitzewelle hält an

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Die dritte Hitzewelle, unter der Frankreich in weniger als zwei Monaten leidet, wird mindestens bis zum kommenden 14. Juli andauern – und das zu einer Zeit, in der das Land zudem wegen Waldbränden in Alarmbereitschaft ist.

„Die Hitzewelle dürfte mindestens bis Dienstag, den 14. Juli, anhalten, bevor es im Westen zu einem möglichen allmählichen Temperaturrückgang kommen könnte, der sich jedoch erst anhand der Vorhersagen für die nächsten Tage genauer bestimmen lässt“, teilte Météo France am Donnerstag (09.07.2026) in einem Bericht mit.

Ende Mai und Ende Juni litt Frankreich unter zwei Phasen mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Die Hitzewelle vor nur zwei Wochen – die heftigste seit Beginn der Aufzeichnungen – forderte mindestens 2.000 Todesopfer und führte zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen bei öffentlichen Dienstleistungen wie dem Zugverkehr und dem Schulbetrieb.

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Mehr als zwei Drittel der 96 Departements des französischen Mutterlandes befinden sich an diesem Donnerstag wegen der Hitze in der Warnstufe Orange – der zweithöchsten Stufe –, wobei für das Wochenende ein weiterer Temperaturanstieg erwartet wird.

Wie das Amt für geologische und bergbauliche Forschung (BRGM) am Dienstag mitteilte, lagen 54 % der Grundwasserleiter und Wasserreserven in Frankreich am 1. Juli unter den normalen Monatswerten.

„Diese außergewöhnlichen Bedingungen verstärken die Trockenheit des Bodens und erhöhen die Gefahr von Waldbränden“, warnte Météo France.

In einer Mitteilung auf X erinnerte der französische Innenminister Laurent Nuñez daran, dass am Mittwoch landesweit 325 Brandherde gezählt wurden, und forderte angesichts dieser Situation alle Präfekten auf, „Maßnahmen bei den Unternehmen einzuleiten, um den Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute zu erleichtern, indem sie während ihrer Arbeitszeit freigestellt werden“.

Die Brände dieser Woche haben bereits einem Feuerwehrmann das Leben gekostet, der in einer Alpenortschaft in Savoyen (Südosten) gegen die Flammen kämpfte.

Der größte Brand, der inzwischen unter Kontrolle ist, ereignete sich in einem Gebirgsmassiv etwa dreißig Kilometer von der französischen Stadt Perpignan entfernt, nahe der spanischen Grenze. Dort brannten fast 5.000 Hektar nieder, was zur Evakuierung von 12.000 Menschen führte.

Zudem haben die hohen Temperaturen laut Angaben des Energieversorgers EDF vom Donnerstag zur Abschaltung eines Reaktors im Kernkraftwerk Golfech in der Nähe von Toulouse (Südfrankreich) geführt. Derartige Maßnahmen sind im Sommer üblich, wenn die Temperatur der Garonne, die zur Kühlung des Kraftwerks genutzt wird, 28 Grad überschreitet.

Quelle: Agenturen