Die beiden noch inhaftierten Aktivisten der Global Sumud-Flottille, der spanisch-palästinensische Saif Abukeshek und der Brasilianer Thiago Ávila, werden am Samstag (09.05.2026) freigelassen und den israelischen Einwanderungsbehörden übergeben, wie der Inlandsgeheimdienst (Shin Bet) dem Rechtsbeistand Adalah mitteilte.
„Noch heute (sollen sie entlassen werden) und werden bis zu ihrer Abschiebung in Gewahrsam bleiben“, bestätigte Adalah in einer Erklärung und versicherte, die Situation genau zu beobachten, um „sicherzustellen, dass die Freilassung erfolgt, gefolgt von ihrer Abschiebung aus Israel in den nächsten Tagen“.
Adalah betonte, dass Ávila und Abukeshekseit über einer Woche von Israel „rechtswidrig festgehalten“ worden seien, und zwar seit den frühen Morgenstunden des Donnerstags, 30. Mai, als sie von der israelischen Marine in internationalen Gewässern unter Verletzung des Völkerrechts entführt wurden.
„Während ihrer Haft wurden sie trotz des rein zivilen Charakters ihrer Mission in völliger Isolation und unter strafenden Bedingungen festgehalten“, kritisiert Adalah in dem Text.
Bei einem Treffen mit ihren Anwältinnen vor fünf Tagen bestätigten die Aktivisten, dass in ihren Zellen rund um die Uhr grelles Licht brannte.
Die Anwältinnen von Adalah, Hadeel Abu Salih und Lubna Tuma, prangerten an, dass diese vom israelischen Strafvollzugsdienst angewandte Praxis darauf abzielt, Schlafentzug und sensorische Desorientierung zu verursachen. Beide Aktivisten befinden sich zudem seit ihrer Festnahme im Hungerstreik, der von Abukeshek am vergangenen Dienstagabend noch verschärft wurde, indem er sich auch weigerte, Wasser zu trinken.
Beide wurden stundenlang verhört, doch es liegen keine Anklagen gegen sie vor, wie Adalah gegenüber EFE betont.
Der spanische Außenminister José Manuel Albares hatte heute kurz zuvor angekündigt, dass Abukeshek über den Grenzübergang Taba in Ägypten abgeschoben werde, wie aus einer Audiobotschaft hervorgeht, die die spanische Diplomatie über das Ministerium an EFE übermittelte. Albares versicherte, dass das Ministerium intensiv daran arbeite, dass der spanisch-palästinensische Aktivist nach seiner Ausreise aus dem israelischen Hoheitsgebiet „so schnell wie möglich“ mit seiner Familie nach Spanien zurückkehren könne.
Quelle: Agenturen




