„Fridays for Future“ Mallorca hat gefordert, dass die Steuer für nachhaltigen Tourismus (ITS) „ausschließlich“ für Umweltzwecke eingesetzt wird, anstatt die „Tourismuswirtschaft“ mit Projekten wie der Sanierung der Strandpromenade von Magaluf zu finanzieren.
Die Umweltbewegung hat den „Missbrauch“ der Ökosteuer kritisiert und gefordert, dass diese Mittel für die Wiederherstellung von Ökosystemen, die Pflege und den Schutz von Naturräumen, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie die Einsparung und effizientere Nutzung von Ressourcen wie Wasser verwendet werden, wie sie in einer Erklärung betont haben.
Derzeit fließen ihrer Ansicht nach „viele Millionen Euro aus dieser Abgabe in die Förderung und den Nutzen der Tourismuswirtschaft“, insbesondere in die „Tourismusförderung“ durch Aktivitäten wie das Mallorca 312 oder Leichtathletikwettkämpfe in Magaluf und Palma.
Hinzu kommen Werbeaktionen auf Tourismusmessen, wie die Kampagne „Magaluf for All“, der Bau und die Verbesserung touristischer Infrastrukturen, wie beispielsweise die Strandpromenade von Magaluf selbst oder eine Tennisanlage in Can Misses, sowie Dienstleistungen für die Sicherheit und Kontrolle des Tourismus.
Vor einigen Tagen wurde die neue Strandpromenade von Magaluf eingeweiht, und obwohl sie als „Erfolg“ präsentiert wurde, kritisieren Umweltschützer, dass diese millionenschweren Investitionen in erster Linie „den wirtschaftlichen Interessen der Tourismusunternehmer“ dienen.
„Die öffentlichen Gelder des ITS dürfen nicht länger in die Taschen der Tourismusbranche fließen, sondern müssen in den Erhalt und die Wiederherstellung des vom Tourismus stark beeinträchtigten Gebiets investiert werden“, forderten sie.
Zudem wiesen sie darauf hin, dass die Ökoabgabe „nicht zur Umgestaltung des Tourismusmodells beiträgt“, da der Tourismus „weiter wächst“ und es sich um eine „immer luxuriösere“ Form des Tourismus handelt, die „größere“ ökologische Auswirkungen hat, da sie „mehr Ressourcen verbraucht“.
„Die öffentlichen Gelder des ITS dürfen nicht länger in die Finanzierung der Tourismuswirtschaft fließen. Wenn der Tourismus Geld will, soll er es aus den millionenschweren Gewinnen nehmen, die er jedes Jahr erzielt. 85,7 Prozent der Balearenbewohner haben in einer Studie bereits bestätigt, dass sich die Lebensqualität verbessern würde, wenn es weniger Tourismus gäbe“, argumentierten sie.
Quelle: Agenturen




