Auftakt der neuen Norwegen-Krimi-Reihe vom Autor der Arne-Eriksen-Trilogie – Teil 1 der Reihe “Ein Fall für Wolf Larsen”
Nach dem Tod seiner Frau braucht Ex-Kommissar Wolf Larsen einen Neuanfang. Von der Großstadt Oslo zieht er nach Bø, einen kleinen Ort in der abgeschiedenen norwegischen Provinz Telemark, wo er sich als Privatdetektiv selbstständig macht.
Sein erster Fall scheint harmlos: Er soll einen untreuen Ehemann überführen. Doch während seiner ersten Observierung wird sein Zielobjekt getötet, und Wolf entgeht selbst nur knapp dem Tod. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf die Journalistin Sanna, die ihm entscheidende Hinweise gibt und hinter deren ruhiger Fassade mehr steckt, als sie preisgeben will. Die beiden verstricken sich immer mehr in einen Fall, in dem nichts so ist, wie es scheint …
Der atmosphärische und spannende Auftakt der neuen Norwegen-Krimi-Reihe von Bernhard Stäber um das ungleiche Ermittlerduo Wolf und Sanna.
Lesermeinung
Bernhard Stäbers „Kalt wie die Nacht“ hat mich als Leser seiner Werke erneut begeistert. Bereits seine Arne-Ericksen-Reihe sowie Einzeltitel wie „Raubtierstadt“ und „Dunkles Abbild“ wussten mich zu fesseln.
Die Geschichte beginnt mit Jan Tore Kjerstad, einem Drogenabhängigen im Oslo des Jahres 2009, der zufällig Zeuge eines Raubüberfalls wird. 14 Jahre später treffen wir Rolf »Wolf« Larsen, einen ehemaligen Osloer Kommissar. Nach dem Tod seiner Frau Anne erbt er ihren Hausanteil in der Telemark, den er nun mit seiner Schwägerin Nora teilen muss. Kurz nach seiner Ankunft erhält er einen Anruf, der seinen ersten Auftrag als Privatdetektiv einläutet: Er soll herausfinden, ob Sofia Jacobsens Ehemann Robert sie betrügt.
Während der Observation wird Robert jedoch ermordet, und Wolf, der den Täter verfolgt, wird niedergeschlagen. Parallel dazu lernen wir die Journalistin Sanna Bjørnstad kennen, die aufgrund einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS) eine besondere Persönlichkeit ist. Ihre Kindheit war von einem traumatischen Erlebnis geprägt, das sie und ihre Schwester Elin teilen.
„Kalt wie die Nacht“ überzeugt durch Spannung, Unterhaltung und einen angenehmen Lesefluss. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, insbesondere das ungleiche, aber harmonische Duo Wolf und Sanna. Die Auflösung am Ende ist stimmig, und ich freue mich bereits auf die Fortsetzung „Stumm wie der Schnee“, die im November 2025 erscheinen soll.
Zusammenfassend ist „Kalt wie die Nacht“ ein atmosphärischer Auftakt einer Krimi-Reihe, die in der norwegischen Provinz Telemark angesiedelt ist.





