Marokko entsorgt Industrieabfälle in Spanien

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Ein kriminelles Netzwerk hat illegal über 2000 Tonnen Textilabfall von Marokko nach Spanien verschifft. Die Fracht, fälschlicherweise als Secondhand-Kleidung deklariert, wurde in Lagerhallen abgeladen, was zu Umweltverschmutzung und Brandgefahr führte.

Die Route zwischen Tanger und Algeciras diente als Umschlagplatz für diese Umweltkriminalität. Ermittler deckten auf, dass zwischen August 2024 und Februar über 97 Transporte mit gefälschten marokkanischen Waren durchgeführt wurden. Logistikexperten manipulierten Zollpapiere, um unbrauchbare Polsterreste und synthetischen Schaumstoff zu verschleiern.

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Vier Unternehmensleiter stehen nun vor Gericht, da sie Landesgrenzen nutzten, um europäische Importbeschränkungen für Industrieabfälle aus Drittländern zu umgehen.

Nach Ankunft in Spanien mieteten die Schmuggler legal Lagerräume, füllten diese mit Müllsäcken und verschwanden dann spurlos. Mehrere Lager in San Roque und La Línea waren überfüllt, was zu Boden- und Wasserverschmutzung führte.

Die Seprona warnt, dass die neue EU-Richtlinie von 2025 das Problem verschärfen könnte, da sie Recyclingkosten erhöht und somit illegalen Müllablagerungen Vorschub leistet. Dies stellt eine wachsende Herausforderung für die Behörden dar.

Quelle: Agenturen