Schlag gegen Betrügerbande auf Mallorca

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Eine organisierte Betrügerbande aus Spanien hat Onlinekäufer, darunter mindestens 3.500 aus Deutschland, um Millionen Euro betrogen. Die spanische Nationalpolizei konnte die Gruppe nach intensiven Ermittlungen zerschlagen und neun Verdächtige auf Mallorca und in der Provinz Barcelona festnehmen.

Die kriminelle Organisation operierte vorwiegend von Barcelona aus und nutzte ein Netzwerk aus 16 Unternehmen mit 54 Beteiligten. Sie betrieben gefälschte Internetshops, in denen sie Waren von Smartphones bis Baumaschinen anboten, die nach Zahlung nie geliefert wurden. Zusätzlich gaben sie sich als Bank-Sicherheitsabteilungen aus, um Zugang zu Online-Banking-Konten zu erlangen und so Geld zu erbeuten – darunter 100.000 Euro von einem belgischen Opfer.

Die illegalen Erlöse wurden über ein komplexes Firmengeflecht in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Eine angebliche Bootsvermietung auf Mallorca diente als Scheinfirma, die Geldflüsse als Zahlungen deutscher Urlauber tarnte, obwohl das Unternehmen weder Boote noch Mitarbeiter oder Geschäftsräume besaß. Als Geschäftsführer wurde ein Mann eingesetzt, der in extremer Armut auf Mallorca lebte und somit als Strohmann diente.

Lesetipp:  Nadal und Guardiola im "Battle of the Stars" auf Mallorca
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Auf Mallorca hat das Verbrechen immer Saison

Der entscheidende Zugriff erfolgte in einer Luxusvilla bei Barcelona, wo führende Mitglieder der Bande sich trafen. Die Polizei beschlagnahmte dabei Bargeld, Kryptowährungen, Goldbarren, Luxusuhren, Schmuck sowie Fahrzeuge und Jetskis. Bereits zuvor waren über 100 Bankkonten mit Guthaben von mehr als 500.000 Euro eingefroren worden. Der Gesamtwert der sichergestellten Vermögenswerte wird auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Da sich viele Opfer im Ausland befinden, kooperierten die spanischen Ermittler mit Europol, um das Netzwerk umfassend aufzurollen. Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie skrupellose Täter moderne Onlinehandelstricks nutzen, um Verbraucher international zu täuschen und auszubeuten.

Quelle: Agenturen