Auf dem Parkplatz von Son Hugo leben etwa 200 Menschen in rund 105 Wohnwagen und Wohnmobilen. Die Stadt Palma auf Mallorca versichert, dass diese Bewohner nicht vertrieben werden sollen, plant jedoch, die Ein- und Ausfahrtszeiten des Geländes einzuschränken. Dies bedeutet, dass die Bewohner das Gelände außerhalb der Öffnungszeiten von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens nicht verlassen dürfen, was insbesondere Auswirkungen auf Berufspendler hat.
Die Maßnahme resultiert aus der Entscheidung der Stadtverwaltung, den Parkplatz mit einem Zaun zu umgeben und ein Zugangskontrollsystem einzuführen, um sicherzustellen, dass nur Nutzer der angrenzenden Sportanlagen Zutritt erhalten. Ziel ist es, feste Öffnungs- und Schließzeiten festzulegen, was aufgrund der vielfältigen Nutzerprofile als komplex gilt und individuell geprüft wird.
Begoña Iglesias, eine Vertreterin der Wohnwagenbewohner, begrüßt die Maßnahme, da viele Bewohner das Auto nur zum Verlassen des Parkplatzes benötigen, beispielsweise um zur Arbeit zu fahren. Sie betont, dass etwa 90 % der Bewohner Abonnenten des IME sind, regelmäßig Beiträge zahlen und somit legitime Nutzer der Sportanlagen bleiben. Die geplanten Regeln sollen ihre Rechte nicht einschränken, sondern lediglich den Zugang regeln.
Die Bewohner selbst berichten von schwierigen Lebensbedingungen in den mobilen Unterkünften und fordern mehr Respekt und Unterstützung. Sie leben teilweise seit Jahren dort, oft aus finanziellen Zwängen. Ein fest eingerichteter Platz für Wohnmobile wird gefordert, doch die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Campingplätze auf den Balearen gesetzlich verboten sind, was die Einrichtung eines solchen Platzes erschwert.
Zusammenfassend steht die Stadtverwaltung vor der Herausforderung, die Nutzung des Parkplatzes zu regeln, ohne die Rechte der Wohnwagenbewohner zu verletzen. Die Bewohner fordern Anerkennung und Unterstützung, während die Behörden rechtliche und administrative Hürden beachten müssen. Die Situation verdeutlicht die komplexen sozialen und rechtlichen Aspekte des Wohnens in mobilen Unterkünften im urbanen Raum.
Quelle: Agenturen




