Spanien rutscht auf Platz 19 der Weltrangliste zur Lebensqualität ab

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Obwohl Spanien im vergangenen Jahr fast hundert Millionen Touristen anlockte, fällt das Land in der globalen Wahrnehmung seiner Lebensqualität auf Platz 19 ab. Die neue Studie „Best Countries Index 2026“ der Wharton School der University of Pennsylvania zeigt, dass Spanien mit 56,7 von 100 Punkten zwar als attraktives Reiseziel gilt, jedoch hinsichtlich des allgemeinen Lebensstandards hinter vielen europäischen Ländern zurückbleibt.

Der Index erhebt keine objektiven Daten wie Bruttoinlandsprodukt oder Gesundheitssystemqualität, sondern basiert auf der subjektiven Wahrnehmung von mehr als 15.000 Befragten aus 33 Ländern. Insgesamt wurden 85 Länder anhand von 73 Kriterien bewertet, darunter Unternehmertum, kultureller Einfluss und Lebensstil. Diese subjektive Bewertung hat dennoch weitreichende Folgen: Ein positives Image zieht Investitionen und Touristen an, was Spanien dank seiner touristischen Beliebtheit bereits in beträchtlichem Maße zu spüren bekommt.

Europa dominiert den Index mit 20 der Top 30 Plätze, angeführt von den skandinavischen Ländern Schweden, Dänemark und Norwegen. Überraschend landet Kanada auf Platz drei, während die USA als einziges G7-Land erst auf Platz 27 rangieren. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate konnten ihren Rang durch starke Infrastrukturinvestitionen und Großereignisse wie die Fußball-WM 2022 deutlich verbessern. Am unteren Ende der Liste finden sich Länder wie die Ukraine, der Iran und der Libanon, die von Krieg und Sanktionen belastet sind.

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Innerhalb Spaniens bestehen große Unterschiede: Regionen wie Navarra und La Rioja bieten laut dem spanischen Statistikamt INE die höchste Lebensqualität, während beliebte Touristenziele wie Andalusien und die Kanarischen Inseln vergleichsweise schlechter abschneiden. Diese Divergenz verdeutlicht, dass der nationale Durchschnittswert von 56,7 Punkten nicht das gesamte Bild der Lebensrealitäten widerspiegelt.

Zusammenfassend zeigt die Studie, dass Spanien trotz seines touristischen Erfolges in der weltweiten Wahrnehmung bei der Lebensqualität hinter vielen wohlhabenden und gesellschaftlich stabilen Ländern Europas zurückbleibt. Das Land profitiert zwar von seinem Image als attraktives Reiseziel, bemüht sich aber weiterhin um Verbesserungen in Bereichen, die das tägliche Leben der Einwohner betreffen. Dies könnte zukünftig auch das Ranking positiv beeinflussen und Spanien als Lebensort noch attraktiver machen.

Quelle: Agenturen