Auf den Balearen kostet Benzin im Durchschnitt bereits über 2 Euro pro Liter, genauer gesagt 2,007 Euro pro Liter, so Joan Mayans, Vorsitzender des Verbandes der Tankstellen der Balearen. Diesel wird am 15. September für 1,978 Euro pro Liter verkauft und bleibt damit knapp unter der Zwei-Euro-Grenze.
Diese Entwicklung trifft die Verbraucher hart und führt dazu, dass sie ihren Verbrauch einschränken. Laut Mayans ist bereits ein Rückgang des Verbrauchs zu verzeichnen, und er warnt davor, dass „das Schlimmste noch bevorsteht“, da bislang die Touristen den Rückgang abgemildert haben. Nach der Saison werden viele ihr Auto nicht mehr für Arbeitswege nutzen. „Bei diesen Preisen fahren die Menschen nur das Nötigste“, erklärt er.
Die Transportunternehmen stehen besonders unter Druck und warten noch auf die Hilfen der spanischen Regierung. Rafel Roig, der Vorsitzende des Verbandes der Transportunternehmen der Balearen, betont, dass der Anstieg der Kraftstoffpreise sie stark belastet. Bartolomé Servera, Vorsitzender des Verbandes der Lebensmittel- und Getränkehändler der Balearen, stimmt dem zu und beklagt die ausbleibenden Hilfszahlungen. Auch Biel Moragues vom Taxis-PIMEM bestätigt die starke Betroffenheit seiner Branche.
Joan Mayans berichtet, dass Benzin auf den Balearen seit dem 18. Mai 2022 nicht mehr über 2 Euro lag, damals mit einem Preis von 2,005 Euro. Er erinnert daran, dass auf den Preis von vor vier Jahren ein von der Regierung gewährter Rabatt von 20 Cent angewendet werden musste, um die Preiserhöhungen infolge des Krieges in der Ukraine abzufedern. Derzeit werden 5 Cent auf Benzin und 10 Cent auf Diesel über Verbrauchsteuern reduziert.
Es ist jedoch zu erwarten, dass die Preise weiter steigen werden, da momentan noch Kraftstoff verkauft wird, der zu Zeiten eingekauft wurde, als ein Barrel Brent weniger als 100 Dollar kostete. Aktuell liegt der Preis pro Barrel bei 107 Euro. Sobald die Tankstellen ihre Bestände aufgebraucht haben und neue Vorräte beschaffen müssen, wird dieser Preisanstieg an die Endverbraucher weitergegeben.
Quelle: Agenturen




