Die Region Valencia in Spanien kämpft derzeit mit einem massiven Waldbrand, der seit Samstag (26.07.2026) bei Vall d’Uixó wütet und bereits mehr als 7.000 Hektar Land vernichtet hat. Neben den Bränden in Madrid sowie den Provinzen Ávila und Toledo ist dieser Brand eine der größten aktuellen Katastrophen in Spanien. Über 16.000 Menschen aus Dörfern und Städten wurden evakuiert, während etwa 64.000 Einwohner in drei Gemeinden wegen des dichten Rauchs in ihren Häusern bleiben müssen.
Die besonders betroffenen Gemeinden sind Vall d’Uixó, Onda und Betxí. Aufgrund der extrem dichten Rauchsäule entschieden die Behörden aus gesundheitlichen Gründen, die Bewohner dieser Orte nicht zu evakuieren, sondern ihnen zu raten, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Am Montagmorgen konzentrierte sich die Brandbekämpfung vor allem auf neu entdeckte Brandherde, die mithilfe von Drohnen lokalisiert wurden. Besonders das Gebiet um Eslida bereitet Sorgen, da hier die Gefahr eines Wiederaufflammens besteht, was eine weitere Ausbreitung zur Folge haben könnte.
Der Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern ist intensiv, um das Feuer zu stoppen, bevor es das Herz des angrenzenden Naturparks erreicht. Auch neue Brandherde in Monserrat bei Betxí und im Gebiet Montí drohen die Ausmaße des Feuers, das mittlerweile über 48 Kilometer umfasst, weiter zu vergrößern.
Trotz dieser Herausforderungen konnte die erwartete Ausbreitung laut valencianischem Katastrophenschutzminister Juan Carlos Valderrama größtenteils eingedämmt werden. Allerdings erschweren instabiler Boden und Wind weiterhin die Löscharbeiten.
Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde der Hafen von Sagunto für den Schiffsverkehr gesperrt, um Löschflugzeugen ein schnelleres Auftanken von Wasser zu ermöglichen. Am Boden sind über 400 Einsatzkräfte aktiv, darunter Feuerwehrleute, Spezialisten für Waldbrände und Soldaten der Notfalleinheit UME.
Etwa 500 Evakuierte befinden sich in Notunterkünften wie Sporthallen und Mehrzweckgebäuden, während die meisten anderen bei Verwandten untergekommen sind. Das größte Risiko bleibt der anhaltende Wind mit Böen bis zu 30 km/h, der die Feuerbekämpfung erschwert. Experten hoffen auf eine höhere Luftfeuchtigkeit in der kommenden Nacht, die den Einsatzkräften helfen könnte, schwer zugängliche Brandherde zu kontrollieren.
Die Ursache des Feuers wird derzeit untersucht. Die spanische Regierung in der Comunitat Valenciana schließt natürliche Ursachen aus und vermutet menschliches Fehlverhalten, sei es durch Fahrlässigkeit oder Absicht. Die Polizei wird die Ermittlungen fortsetzen, sobald die akute Gefahr gebannt ist. Bürgermeisterin Tania Baños aus Vall d’Uixó betont, dass der Schutz der Wohngebiete oberste Priorität hat.
Diese dramatischen Ereignisse unterstreichen die Herausforderungen, mit denen Regionen in Spanien aufgrund von Waldbränden konfrontiert sind, insbesondere in Zeiten extremer Wetterbedingungen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Brände endgültig einzudämmen und die Sicherheit der betroffenen Bevölkerung zu gewährleisten.
Quelle: Agenturen




