Warmer, aber ungewisser Winter für Spanien?

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Die neue Saisonprognose des europäischen Klimaprogramms Copernicus wirft einen differenzierten Blick auf den kommenden Winter in Spanien. Während die Aussichten auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen hindeuten, bleibt bei der erwarteten Niederschlagsmenge viel Raum für Spekulationen. Nicht nur der starke El Niño, sondern auch großräumige Luftdruckmuster wie der NAO bestimmen, wie feucht oder trocken die Monate werden könnten.

Laut Copernicus sind die Wahrscheinlichkeiten für einen warmen Winter mit 70 Prozent und mehr in Spanien und Portugal ungewöhnlich hoch. Die Ursachen reichen von einem ausgeprägten El Niño bis zu wechselnden Luftdrucksystemen über Europa. Dennoch liefern diese Vorhersagen nur Wahrscheinlichkeiten und sagen wenig über regionale Regenmengen, insbesondere im südlichen Spanien.

Die Vergangenheit zeigt, wie unberechenbar das Zusammenspiel aus El Niño und lokalen Wetterlagen ist: Während der Dezember 1997 extrem nass ausfiel, brachte ein ähnlich starker El Niño 2015 kaum Regen. Dies unterstreicht, dass ein reiner Blick auf globale Muster keine konkreten Versprechen für Spanien zulässt.

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Die Wasserstände in Spaniens Stauseen sind seit dem Frühjahr deutlich zurückgegangen – eine Entwicklung, die durch einen weiteren trockenen Winter verschärft werden könnte. Hoffnung macht eine mögliche negative Phase der Nordatlantischen Oszillation (NAO), die vermehrt Regenfronten nach Spanien lenken kann. Doch auch hier gilt: Selbst ein „erleichternder“ Regen wäre noch keine Lösung des Problems.

Der kommende Winter in Spanien verspricht also vor allem Wärme – ob er auch ausreichend Regen bringt, bleibt ungewiss. Die Situation erfordert umsichtiges Ressourcenmanagement, denn selbst bei gelegentlicher Niederschlagsentlastung ist die Balance zwischen steigender Verdunstung, Verbrauch und Nachschub aus der Natur ein sensibles Gleichgewicht.

Quelle: Agenturen