Die Kontroverse um das Werbeplakat der Sparkasse am Flughafen Palma de Mallorca hält an. Nachdem die Regionalregierung und der Inselrat ihren Unmut über das Plakat geäußert hatten, das mit dem Slogan „Was auf Malle passiert, wird auf Maller beglichen“ für die App Wero wirbt, hat sich nun auch der Hotelunternehmerverband von Mallorca (FEHM) zu Wort gemeldet.
Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Verwendung des Begriffs „Malle“, der in Deutschland oft abwertend für Mallorca im Zusammenhang mit Partytourismus verwendet wird. Die Kritiker befürchten, dass das Plakat ein falsches Image der Insel vermittelt und Bemühungen konterkariert, ein hochwertigeres und nachhaltigeres Tourismusmodell zu fördern.
Während AENA, die Betreibergesellschaft des Flughafens, argumentiert, dass die Kampagne lediglich die Nutzung einer Zahlungsplattform bewerbe und keinen Exzess-Tourismus fördere, fordern die Inselinstitutionen weiterhin die sofortige Entfernung des Plakats.
Der Tourismusminister der Balearen, Jaume Bauzà, hat in einem Brief an AENA seine „tiefe Empörung und Besorgnis“ zum Ausdruck gebracht und betont, dass die balearische Gesellschaft seit Jahren erhebliche Anstrengungen unternimmt, um unsoziales Verhalten und schädliche Stereotypen zu bekämpfen.
Auch der Consell de Mallorca und der Hotelunternehmerverband sehen in dem Plakat eine Gefahr für das Image der Insel und fordern ein respektvolles und vom Zusammenleben geprägtes Bild von Mallorca.
Quelle: Agenturen


