Brüssel verschärft Visabestimmungen für Russen

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Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Visabestimmungen für russische Staatsbürger zu verschärfen. Hintergrund ist ein gemeinsamer Brief von elf Ländern, die sich über die uneinheitliche Umsetzung der bestehenden Beschränkungen beschweren. Besonders Spanien gerät dabei in den Fokus, da es nach Frankreich und Italien die meisten Kurzzeitvisa an Russen ausstellt.

Die Unterzeichner des Briefes, darunter Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und die Niederlande sowie die Schengen-Staaten Norwegen und Island, kritisieren, dass der lockere Umgang mit Visa den Druck auf Russland mindert. Sie sehen darin ein Sicherheitsrisiko für den gesamten Schengen-Raum, da eine großzügige Visavergabe auch russischen Kämpfern den Zugang erleichtern könnte. Neben Sicherheitsbedenken spielen auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle, da Länder mit strengerer Vergabe Einnahmen durch Tourismus verlieren könnten.

Die Zahlen zeigen, dass die Visazahlen für Russen seit Beginn der Ukraine-Invasion stark gesunken sind, dennoch sind noch immer Hunderttausende Visa im Umlauf, und besonders Spanien empfängt weiterhin viele russische Touristen. Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der russischen Besucher in Spanien um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was für die spanische Wirtschaft von Bedeutung ist, da russische Touristen oft überdurchschnittlich viel ausgeben.

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Die neuen Regelungen sehen vor, dass Russen keine Mehrfachvisa mehr erhalten und für jede Einreise einen eigenen Antrag stellen müssen. Dies soll eine bessere Kontrolle ermöglichen. Die Europäische Kommission plant, im Januar weitere Verschärfungen vorzuschlagen, um den Spagat zwischen Sicherheit und Offenheit im Schengen-Raum besser zu bewältigen.

Diese Entwicklungen spiegeln die komplexen Herausforderungen wider, vor denen die EU derzeit steht: Wie kann man einerseits wirtschaftliche Interessen und offene Grenzen bewahren und andererseits die Sicherheit innerhalb des Schengen-Raums gewährleisten – gerade vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine?

Quelle: Agenturen