Die FIFA-Disziplinarkommission hat ein Verfahren gegen den argentinischen Fußballverband (AFA) sowie gegen mehrere seiner Spieler und den Spanier Gavi eingeleitet, nachdem es am Ende des Finales der WM 2026 im MetLife-Stadion in New Jersey (USA) zu Zwischenfällen gekommen war.
Wie der Verband mitteilte, wurde auf der Grundlage des Berichts des bestellten Ethikbeauftragten ein Disziplinarverfahren gegen die argentinischen Spieler Nahuel Molina, Leandro Paredes und Thiago Almada sowie gegen das Mitglied des Trainerstabs der argentinischen Nationalmannschaft Roberto Fabián Ayala eingeleitet. Ebenso wurde ein Verfahren gegen den spanischen Fußballer Pablo Martín Páez Gavira ‚Gavi‘ eingeleitet.
Im Fall der AFA untersucht die Kommission mögliche Verstöße gegen Artikel 13, wie „die Nutzung einer Sportveranstaltung für Äußerungen, die nicht sportlicher Natur sind“, gegen Artikel 14 wegen „unangemessenen Verhaltens“, gegen Artikel 15 wegen „Diskriminierung und rassistischer Übergriffe“ sowie gegen Artikel 17 in Bezug auf Ordnung und Sicherheit bei den Spielen.
Im letzteren Fall geht es um „diskriminierende Gesänge und Gesten, Verzögerungen beim Spielbeginn, die Nichteinhaltung der Spiel- und Sicherheitsprotokolle, das Zeigen unangemessener Botschaften durch die Mannschaft und die Zuschauer sowie das Werfen von Gegenständen durch Zuschauer bei mehreren Spielen der argentinischen Nationalmannschaft“.
Was die Spieler und den Trainerstab betrifft, wird ein Disziplinarverfahren gegen den Fußballer Nahuel Molina wegen zweier Anklagepunkte wegen Körperverletzung – einer vollendeten und einer versuchten – sowie wegen unsportlichen Verhaltens eröffnet; ebenso gegen Leandro Paredes wegen drei Anklagepunkte wegen Körperverletzung und gegen Thiago Almada wegen unsportlichen Verhaltens.
Ebenfalls betroffen ist der Assistenztrainer von Lionel Scaloni, der ehemalige Fußballer Roberto Fabián Ayala, in seinem Fall wegen einer Anklage wegen Körperverletzung. Auf spanischer Seite wird gegen den Mittelfeldspieler Gavi wegen eines Falls von unsportlichem Verhalten ermittelt.
Die Beschuldigten haben nun die Möglichkeit, ihren Standpunkt darzulegen; anschließend wird die FIFA-Disziplinarkommission zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung fällen.
Quelle: Agenturen




