Solarparks auf Mallorca: Ein Spiegelbild der Energiewende

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Die Regionalregierung von Mallorca hat kürzlich zwei gegensätzliche Entscheidungen bezüglich des Ausbaus erneuerbarer Energien getroffen, die das Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Energiewende verdeutlichen. Während der Bau des Solarparks „Es Tarongers“ in Marratxí genehmigt wurde, erfuhr das geplante Projekt „Es Garroner I und II“ eine deutliche Absage aufgrund negativer Umweltverträglichkeitsprüfungen.

Der genehmigte Photovoltaikpark „Es Tarongers“ wird von Enel Green Power España entwickelt und umfasst rund 14.265 Solarmodule auf einer Fläche von sechs Hektar, eingebettet in ein Gesamtareal von über 38 Hektar. Zusätzlich ist ein Batteriespeichersystem zur Energiesicherung vorgesehen.

Die positiven Gutachten mehrerer Behörden, darunter jene für Klimawandel, Katastrophenschutz und Artenschutz, sowie eine positive Umweltverträglichkeitserklärung der Generaldirektion für städtebauliche Harmonisierung und Umweltprüfung vom 27. Februar, bildeten die Grundlage für die Genehmigung.

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Im Gegensatz dazu wurde das Projekt „Es Garroner I und II“, das zwischen Marratxí und Bunyola auf landwirtschaftlichen Flächen entstehen sollte, vom Energieministerium abgelehnt. Die negative Umweltverträglichkeitserklärung der Generaldirektion im Mai führte dazu, dass sowohl die vorläufige Genehmigung als auch die Erklärung des öffentlichen Nutzens zurückgewiesen wurden. Das Ministerium betonte, der negative Umweltbericht sei für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen, ohne weitere technische Aspekte zu berücksichtigen.

Diese Entscheidungen spiegeln die komplexen Herausforderungen wider, vor denen Mallorca bei der Umsetzung erneuerbarer Energien steht: Einerseits die dringende Notwendigkeit, saubere Energiequellen auszubauen, andererseits der Schutz sensibler landwirtschaftlicher und natürlicher Flächen. Der Fall „Es Tarongers“ zeigt, dass mit sorgfältiger Planung und positiven Umweltgutachten Projekte realisiert werden können, während „Es Garroner“ als Beispiel für die Grenzen solcher Vorhaben dient, wenn Umweltaspekte negativ bewertet werden.

Quelle: Agenturen