Spanien inmitten der Canícula 2026

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Spanien erlebt derzeit die sogenannte Canícula, die offizielle Hochsommerperiode vom 15. Juli bis zum 15. August, die von besonders hohen Temperaturen geprägt ist. In diesem Jahr bringt die Canícula eine dritte Hitzewelle mit sich, die das Thermometer auf bis zu 45 Grad und in manchen Regionen sogar auf 46 Grad steigen lässt.

Ab dem 21. Juli sorgt eine Masse heißer, trockener Luft für extreme Temperaturen, vor allem im Landesinneren der Comunitat Valenciana, im Guadalquivir-Tal und im Ebro-Gebiet. Anders als bei den vorherigen Hitzewellen stammt die Hitze diesmal direkt aus der Sahara, verstärkt durch einen starken Hochdruckrücken über der Iberischen Halbinsel. Das führt nicht nur tagsüber zu Rekordwerten, sondern sorgt auch für warme Nächte, sogenannte Tropennächte, die die Belastung erhöhen.

Die Canícula ist eine statistisch definierte Jahreszeit, in der die höchsten Temperaturen des Sommers erreicht werden. Sie beginnt nicht mit dem Sommeranfang, sondern setzt sich aus der Kombination der höchsten Sonnenstände, geringer Niederschlagsmengen und südlicher Winde zusammen, die heiße Luft aus Afrika bringen. Eine Hitzewelle hingegen ist eine kürzere Episode mit mindestens drei Tagen deutlich über dem regionalen Temperaturdurchschnitt.

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Die Bezeichnung „Hundstage“ oder „Canícula“ stammt vom Sternbild des Großen Hundes (Canis Major), dessen hellster Stern Sirius in dieser Zeit gemeinsam mit der Sonne aufgeht. In Spanien sind diese Tage traditionell die heißesten des Jahres, besonders in Regionen wie Andalusien, Extremadura, Murcia, Kastilien-La Mancha und Madrid, wo Temperaturen um die 40 Grad oder mehr üblich sind.

Die aktuelle Situation ist besonders herausfordernd, weil die Hitzewelle nicht nur durch hohe Tageswerte, sondern auch durch nächtliche Wärme und Saharastaub („Calima“) geprägt ist. Dies erhöht die Belastung für Mensch und Umwelt erheblich. Die Canícula zeigt eindrucksvoll, wie klimatische Faktoren und geographische Lage zusammenspielen, um extreme Sommerbedingungen in Spanien zu erzeugen.

Quelle: Agenturen