Amazon hat die Umweltgenehmigung für sein größtes Rechenzentrum in der spanischen Region Aragón erhalten. Der neue Campus in Zaragoza verbraucht jährlich beeindruckende 3.280 Gigawattstunden Strom und wird damit etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs von Aragón ausmachen. Dieses Projekt ist Teil einer umfangreichen Investition von 33,7 Milliarden Euro, die Amazon in der Region plant.
Das Instituto Aragonés de Gestión Ambiental (Inaga) genehmigte am 10. Juli den Bau von sieben Rechenzentrumsgebäuden, zwei Umspannwerken und einer schwimmenden Solaranlage auf einem Wasserbecken im Industriegebiet Empresarium nahe Zaragoza. Der Campus erstreckt sich über 167.035 Quadratmeter und schafft 210 feste Arbeitsplätze. Neben diesem Standort plant Amazon vier weitere Rechenzentren in Aragón, unter anderem in Villanueva de Gállego, El Burgo de Ebro und Huesca.
Der enorme Stromverbrauch von knapp 3.280 Gigawattstunden entspricht etwa 31 Prozent des erwarteten Strombedarfs der gesamten Region im Jahr 2025. Vor allem die Anbindung an das Stromnetz stellt eine große Herausforderung dar. Um die entstehenden CO₂-Emissionen auszugleichen, wird eine schwimmende Solaranlage auf dem Wasserreservoir des Campus installiert.
Amazon ist nicht allein in seinem Engagement für Aragón: Auch Microsoft investiert mehrere Milliarden Euro in drei große Rechenzentrumscampusse in der Region. Im Gegensatz dazu konzentriert sich Google bislang vor allem auf Madrid und Málaga. Die Investitionen bringen zwar viele Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum, werfen aber auch Fragen hinsichtlich des steigenden Wasser- und Strombedarfs auf, der langfristig Einfluss auf lokale Tarife haben könnte.
Die erteilte Umweltgenehmigung für den Standort Zaragoza gilt als Präzedenzfall für die noch ausstehenden Genehmigungen weiterer Amazon-Projekte in Aragón. Der Baubeginn wird nach Erhalt der Baugenehmigung erwartet, mit einer geplanten Inbetriebnahme um das Jahr 2029.
Quelle: Agenturen





